St.Kamillus
Katholische Kirchengemeinde St. Kamillus  
   
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14059 Berlin-Charlottenburg Fax.: 030 - 325 46 36
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Liebe Gäste,

liebe Gemeinde von St. Kamillus!

Es gibt Zeiten in unserem Leben, da spüren wir mehr als sonst, wie die Zeit vergeht. Besonders an Wendepunkten unseres Lebens erfahren wir greifbar: Gegenwart wird Vergangenheit, kein Augenblick, keine Minute, keine Stunde ein zweites Mal wieder. Wir können dieses oder jenes Erlebnis in Erinnerung rufen, indem wir Fotos anschauen, aber wir können nichts noch ein zweites Mal erleben.

Ein solcher Wendepunkt ist auch der Jahreswechsel. Er kann uns bewusst machen, dass auch unsere Zeit begrenzt ist. Was bedeutet das für unser Leben als Christen? Unser Glaube sagt uns: Zeit ist werdende Ewigkeit.

Keine Stunde, kein Jahr unseres Lebens verweht und vergeht ins Nichts, sondern ist Baustein an der ewigen Wohnung, die uns durch Christus bereitet ist. Der Apostel Paulus schreibt einmal: „Was du säst, wirst du ernten. Wer reichlich sät, wird reichlich ernten; wer spärlich sät, wird spärlich ernten.“

Wie verbringen wir unsere Zeit? Noch ist das Neue Jahr wie ein Buch mit vielen leeren Seiten vor uns. Was wird am Ende drin stehen und wird es Bestand haben vor Gott?

Sammelt euch Schätze im Himmel“, sagt Jesus, „die nicht Rost und Motten verzehren!“

Und: „Was nützt es euch, wenn ihr die ganze Welt gewinnt, aber an eurer Seele Schaden leidet?“

Ein Beispiel: Mancher Termin steht vielleicht jetzt schon in unserem neuen Terminkalender. Vielleicht rot geschrieben oder dick unterstrichen, damit wir ihn ja nicht übersehen. Aber es ist schlimm, wenn wir immer nur auf dem Sprung sind zum nächsten Termin,

wenn wir die traurigen Augen des Mitarbeiters nicht mehr wahrnehmen, nicht den alten Menschen der unsere Hilfe braucht;

wenn wir das Zögern in der Stimme des Ehepartners nicht mehr wahrnehmen, das uns verraten könnte, dass da noch etwas ist, etwas ganz Wichtiges, was noch nicht ausgesprochen ist.

Wissen Sie, wie wir vielleicht am besten unsere Zeit nutzen können? Wissen Sie, was wir am sinnvollsten damit machen können? Wir können unsere Zeit verschenken!

Wirklich? Ist Zeit nicht mehr? Ist Zeit nicht zuletzt und zutiefst Gabe vom Herrn aller Zeit und Ewigkeit? Das ist sie, und ich selbst kann sie zur Gabe machen.

Sie kann eines der kostbarsten Geschenke werden. Denn mit der Zeit geben wir nicht nur etwas, sondern uns selbst.

Bei Jörg Zink habe ich folgendes Gebet gefunden:

Ich bitte dich um Sorgfalt, Herr, dass ich meine Zeit nicht töte, nicht vertreibe, nicht verderbe.

Jeder Tag ist wie ein leerer Krug. Ich möchte ihn füllen mit den ‚Schätzen’, die nicht vergehen, Glaube, Hoffnung, Liebe.

Jeder Tag ist ein Streifen Land. Ich möchte reichlich säen. Ich möchte Gedanken und Gespräche, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit hineinwerfen, und vor allem Liebe, damit Frucht wächst.“

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie jeden Tag dieses neuen Jahres dankbar und froh als Geschenk Gottes annehmen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie es vermögen, aus der Ihnen geschenkten Zeit eine Gabe zu machen.

Jeder Tag ist ein Anruf der Liebe Gottes an uns. Ein Anruf auch, Zeit zu haben und sich Zeit zu nehmen, um Liebe zu üben und da zu sein für die Menschen, die uns brauchen.

Am Schluss unseres Lebens werden wir einmal nach der Liebe gefragt: sie allein zählt. Wenn wir also in das neue Jahr gehen, denken wir daran, anderen liebevoll Zeit zu schenken und auch unsere eigene Seele zu nähren.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich nicht versäumen, allen Haupt- und Ehrenamtlichen Damen und Herren in

St. Kamillus, für Ihr Engagement herzlich zu danken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2021!

Ihr Pater Krystian Respondek

/Pfarradministrator

Gottesdienstordnung St. Kamillus:
 
Am Samstag:
17 bis 18 Uhr Beichtgelegenheit und stille Anbetung des Allerheiligsten
18.30 Uhr Vorabendmesse
 
Am Sonntag
10.00 Uhr Hochamt
18.30 Uhr Abendmesse
 
An den Werktagen
18.30 Uhr am Dienstag, Donnerstag, Freitag
15 Uhr am Mittwoch
 
Gottesdienste im Pastoralen Raum

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